6 comments on “Entwicklung der Uniformen

  1. Ein Auftragen alter Wehrmachtsuniformen hat es in der KVP und der NVA (per Befehl) nie gegeben. Möglich wäre das Einschwärzen von Lagerbeständen gewesen für Arbeiten an der Technik (Parktag-Bekleidung).

    Die NVA war bekanntlich eine Partei-Armee der SED. Diese Partei stieß in der Sowjetischen Besatzungszone (formal 1945-1949, real 1945-1955) von Gründung an auf den politischen Widerstand großer Teile der Bevölkerung. Dadurch mußte die Freiwilligen-Armee (1956-1961) der NVA wenigstens ein national-deutsches Ansehen bekommen.

    Zurückgreifen konnte Moskau dabei auf die Erfahrungen mit dem “Nationalkomitee Freies Deutschland” (NKFD) während des Zweiten Weltkrieges in der Sowjetunion. Diese (politisch übergelaufenen) Wehrmachtsangehörigen durften ihre Wehrmachtsuniform mit Dienstgrad und allen Auszeichnungen weiterhin tragen. Die Zugehörigkeit zum NKFD wurde lediglich durch eine schwarz-weiß-rote (!) Armbinde hervorgehoben.
    Jeder Außenstehende hätte wohl dort eine rote Armbinde erwartet. Das der Kommunismus russischer Prägung zu den Deutschen nie passen würde, hatte schon Stalin in den 1920er Jahren erkannt.

    Hier wurde nun 1956 angesetzt und die attraktive Wehrmachtsuniform (mit Vereinfachungen und Angleichungen an den neuen Bündnispartner) in neuem steingrauem Grundton wieder eingeführt.
    In den westlichen Besatzungszonen und in der späteren BRD dagegen wurde das Tragen von wehrmachtsähnlichen Uniformen zu öffentlichen Anlässen verboten! Lediglich die erworbenen Wehrmachts-Auszeichnungen durften (ohne Hakenkreuz) weiterhin getragen werden.

  2. nun es ist schon treffend ,das die nva ihre eigene graue uniform trug.die land und luftstreitkräte der nva hatten aber teilweise von der Wehrmacht Dienstgrade und abzeichen übernommen,wie Schulterstücke und kragenplatten. auch die Waffenfarben sind identisch mit dem des heeres der Wehrmacht. völlig anders beabzeichen i der DDR marine. hier stößt der Sammler zu 50 % auf abzeichen der reichs und Kriegsmarine. see-maschinen-verwaltungs-sanitäts sowie küsten und musikerlaufbahnen. allerdings trugen Matrosen und maate damals keine Schulterstücke. die maatenanker am kulanie sind aus Metall gestanzt gewesen,wie bei der km. das gleiche ,an den Tellermützen der Mannschaften maate. die seepolizei ,seestreitkäfte und Volksmarine in kirchenbuchschrift. trotzalledem trug die nva gt-der DDR eine schöne uniform,die gut ausgesehen hat. trug der Soldat eine für ihm zu große uniform,lag das an einem Hauptfeldwebel der es nicht sogenommen hat,was in der nva unvorstellbar gewesen ist.

  3. Guten Morgen. Mein Opa ist vor kurzem gestorben mit dem Geburtsjahr 1937. Ich habe nun ein paar Fotos etc. archiviert und frage mich ob mein Opa in der KVP bzw. NVA tätig war. Wäre es möglich Ihnen ca. 3 Fotos zu schicken und Sie könnten vielleicht begutachten ob jene Uniform aus jener Zeit stammt? Grüße, Francis

  4. Soweit mir bekannt ist, ging der Grundschnitt der Uniform (Wehrmacht und NVA) auf die Bekleidung der Bürgerwehren der bürgerlichen Revolution von 1848 zurück. Die Entscheidung für diesen Schnitt sollte auch deutlich machen, dass es sich bei der NVA um eine deutsche Armee handelt, die in dieser Tradition steht . . . und nicht, wie bei der Bundeswehr mit der Anlehnung an amerikanische Militärschnitte, um eine Vasallenarmee (sorry -> Originalsprech). :-)

  5. Ich muss hier widersprechen – selten solch eine Mischung aus “Information”, subjektiver Selbstbetrachtung / Eigenmeinung und Tatsachen gelesen.

    Die DDR-Uniform, die Form der Kragenspiegel, die Form der Kokarde, die Schnitte der Uniformen waren KEINE Muster sowjetischer Schnitte. Zumindest und das weiß ich relativ sicher, die Uniformen der Landstreitkräfte der DDR.

    Einzig die KVP als Vorläufer der später zu gründenden NVA trug Uniformen, die an sowjetische Modellschnitte angelehnt waren. Später hat man dann, ab Gründung der NVA “Wert” gelegt auf eine eigene, deutsche militärische “Tradition” (ich verweise auf Blücher, von Clausewitz, usw.) und sich zur Identifikation an Uniformmodellen deutschen Ursprungs orientiert. Zusätzlich dazu glaubte man damals an die zweckmäßigeren Schnitte und wollte zumindest auch die Armee der DDR als eine unabhängig von der UdSSR bestehende Volksarmee angesehen wissen.

    Dieses ergab dann am Ende die heute immer wieder festzustellende Ähnlichkeit im Schnitt – leicht abgeändert und modifiziert, aber durchaus mit Wiedererkennungswert – zwischen Uniformen der deutschen Wehrmacht und Uniformen der DDR-NVA.

    Ich zb. habe im Zeitraum 05.85 bis 10.86 gedient, Panzerbataillon innerhalb eines Mot.-Schützenregiments.
    Unsere Aufklärer zB. hatten die Wahl zwischen der bekannten “Ein-Strich-kein-Strich”-Felddienstuniform und der von früher wenig bzw. nur geringfügig veränderte Flecktarn-FDU, wie sie bereits die Wehrmacht genutzt hat.
    Arbeitsuniformen waren Schwarzkombis (Ganzkörper-Ovralls), für die Panzertruppen, grau gabs zB. für die Kombis Infanterie- und Artillerietruppen usw. – nur so als Widerspruchsbeispiel zu oben Geschriebenem.

    Weiterhin wurden die Waffenfarben bis Ende der DDR nicht allumfänglich abgeschafft, wie oben zu lesen. Eigenständige Truppenteile in Regimentsstärke behielten ihre jeweilige Waffenfarben, erkennbar an den Umrandungen der Schulterstücke – nur Einheiten innerhalb Regimentern wie zB. Panzerbataillone (früher rosa) innerhalb Mot.-Schützen-Regimentern (weiß) trugen die Waffenfarben des jeweiligen Regiments “weiß”. Die war die einzige Änderung zum Thema Waffenfarben.

    Die Form der Schulterstücke wurde ebenfalls nicht den sowjetischen Modellen angepasst, sondern wurde in der Anordnung und Gestaltung nur geringfügig verändert,. glatt-gestreift und geflochten wurden nur neu zugeordnet, da diverse vorherige ehemalige deutsche Militärdienstgrade wegfielen bzw. durch andere Bezeichnungen ersetzt wurden.

    Obwohl diese Website eigentlich recht informativ ist, wünsche ich mir als gelegentlicher Leser etwas mehr und gründlichere Recherche. Danke!

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