Archives

All posts by Steffen

Für alle die NVA Halbschaftstiefel (auch Knobelbecher genannt, oder deren Verwandte, die Schaftstiefel der BUs, Fähnriche und Offiziere) tragen, ein Tipp, den mir ein Leser per mail zukommen lies.

Falls Ihre neu erstandenen Stiefel noch hart sind, vielleicht auch mal nass geworden sind aufgrund falscher Lagerung, hat er mir folgendes geraten: Zuerst einmal entfernen Sie die Pappeinlage und ersetzen Sie diese durch eine hochwertige Schuheinlage aus dem Fachhandel. Sollte man immer machen, erhöht den Tragekomfort und beugt Verletzungen vor.

Der Leser gab auch den Tipp, Talkum bzw. Babypuder in den Stiefel zu streuen um quietschen zu beseitigen! Bei Ihm hat es geklappt, einfach mal ausprobieren!

Das Ende der NVA 1990

Einen Krieg hat sie nie geführt. Dennoch ist ihr Andenken durch Schießbefehl, Mauertote und rigorosen Umgang mit Andersdenkenden belastet:
Die Nationale Volksarmee der Deutschen Demokratischen Republik ging genauso ab, wie das Staatsgebilde und die verkrustete Führungskaste, denen sie diente: Unspektakulär verschwand sie und wurde am 3. Oktober 1990 in die Bundeswehr integriert.

Eine Reminiszenz

Auf der Basis der kasernierten Volkspolizei war die NVA 1956 gegründet worden. Sechs Jahre lang war sie Freiwilligenarmee. 1962 führte die DDR dann die Wehrpflicht ein. Im Laufe der Zeit hatten mehr als 3 Millionen junge Männer den NVA-Fahneneid geschworen, dem Land “allzeit treu zu dienen und sie auf Befehl der Arbeiter-und-Bauern-Regierung gegen jeden Feind zu schützen”.

Berlin, Namensgebung Wachregiment Engels

Die westlichen Siegermächte taten sich mit der Frage nach der Bündniszugehörigkeit des wiedervereinigten Deutschlands schwer. Gemeinsam mit der westdeutschen Bundesregierung bestanden sie auf der Nato-Integration. Gorbatschow hatte dies lange Zeit rigoros abgelehnt, bis Kanzler Kohl im Kaukasus den wieder einmal plötzlichen Durchbruch schaffte.
Keine acht Wochen später konnten alle Siegermächte und die beiden deutschen Regierungen den “Vertrag über die abschließende Regelung in Bezug auf Deutschland” unterschreiben.
Im Frühherbst 1990 trat die NVA aus dem Warschauer Pakt aus, nicht ohne im Vorfeld Raketenabwehrsysteme, Geheimcodes, Radargeräte und andere sensible Waffengeräte an die Sowjetunion übergeben sowie vertrauliche Dokumente vernichtet zu haben.

Folglich konnte ein Prüfungsteam der Bundeswehr im Verteidigungsministerium der noch existierenden DDR seine Arbeit aufnehmen. Der Prüfauftrag sollte die Frage beantworten:
Wie schnell und wie umfänglich ist eine vollständige Auflösung der NVA möglich und können das Personal sowie die vorhandene Ausrüstung übernommen werden?
Nebenher hatte es von Rainer Eppelmann, dem damaligen DDR-Verteidigungsminister, einen Vorschlag unter dem Motto „Ein Land, zwei Armeen“ gegeben. Als der sich erledigt hatte, wird Herr Eppelmann 103 000 Soldaten an den damaligen Bundesverteidigungsminister übergeben.

NVA-Truppenbesuch, Honecker und Stechbarth

Die Abwicklung

Dabei wurden zunächst 51 000 Zeit- und Berufssoldaten, 1 200 000 Handfeuerwaffen, 2 000 Kampfpanzer, 400 Kampfflugzeuge, 57 Kampfschiffe und 300 000 Tonnen Munition übernommen.
Viele Liegenschaften, beispielsweise Kasernen nebst Mobiliar und Manövergelände, wurden peu à peu abgewickelt. Die Ausrüstung wurde entweder verschrottet oder von der Bundeswehr übernommen. Ein Teil wurde in das Ausland weiterverschenkt. So erhielten Griechenland Luftabwehrsysteme, die Türkei Schützenpanzer und Indonesien Marinekriegsschiffe. In die USA gingen als historische Exponate jeweils ein Exemplar aller NVA-Waffen und Fahrzeuge.

Berlin, 39. Jahrestag DDR-Gründung, Parade

Den NVA-Rudimenten demokratische Strukturen beizubringen, schien damals Vielen ein unmögliches Unterfangen. Bundeswehrgeneral Jörg Schönbohm erhält dennoch den Auftrag, Teile zu integrieren und Reste abzuwickeln.
Nicht nur alle NVA-Generale wurden entlassen, auch letztlich nur 2 500 von 17 000 ehemaligen NVA-Offizieren wurden nach zweijähriger Probezeit in die Bundeswehr übernommen. Von den 32 000 Unteroffizieren bekamen 7 600 ein neues dauerhaftes Dienstverhältnis.
Die Abwicklung der NVA wirkte auch auf die nun notwendige Rückverlegung der sowjetischen Militärangehörigen.
380 000 Angehörige der Roten Armee nebst Zivilangestellten und Angehörigen verließen Deutschland bis zum Jahr 1994.

Ein Fazit

Dieses Fazit kann dem kurzzeitigen Bundespräsidenten Christian Wulff überlassen werden. Er sprach der „Armee der Einheit“ eine beispielgebende Vorreiterrolle im Integrationsprozess der DDR in die BRD zu.

Geschichte der Grenztruppen der DDR

Zur Überwachung der Grenze der Deutschen Demokratischen Republik gründete die DDR die Grenztruppen. Diese militärische Einheit unterstand dem Ministerium für Nationale Verteidigung und war zur Sicherung der Grenze eingesetzt.

Der Vorläufer der Grenztruppen war die Grenzpolizei. Deren Aufgabe waren es die Außengrenzen der sowjetisch besetzten Zone zu überwachen. Dies geschah im Dezember des Jahres 1946. Auslöser waren Vorgaben der Siegermächte. Die Grenzpolizei war eine paramilitärische Einheit und unterstand noch dem Ministerium des Inneren. Nach dem Mauerbau änderte sich dies und das Ministerium für Nationale Verteidigung wurde Befehlshaber über die Grenzpolizei. 1962 wurden dann die Grenztruppen in die Nationale Volksarmee integriert. Im selben Jahr wurde die allgemeine Wehrpflicht eingeführt und junge Wehrpflichtige wurden auch zum Dienst in den Grenztruppen verpflichtet. Ab dem Jahr 1971 zählten die Grenztruppen nicht mehr zur Truppenstärke der DDR, Hintergrund waren die Abrüstungsverhandlungen von Helsinki. Nach dem Vorbild der Staaten des Ostblocks wirkten die Grenztruppen nun als ein bewaffnetes Organ der Deutschen Demokratischen Republik. Bis zum Ende der DDR im Jahr 1989 gehörten rund 44.000 Mitarbeiter zu den Grenztruppen.

Grenztruppen der DDR an der Grenze

Für die Regierung der DDR war es ein großes Risiko die eigenen Bürger in direkter Grenznähe arbeiten zu lassen. Um Fluchtversuche zu verhindern wurde den Mitarbeiten großes Misstrauen entgegen gebracht. Viele Vorkehrungen während der Dienste verkleinerten die Wahrscheinlichkeit von eventuellen Fluchten. So wusste niemand der Diensthabenden, wer für den Tag sein Partner ist, Freundschaften wurden durch ständige Versetzungen verhindert und auch in die Grenztruppen wurden zahlreiche Informelle Mitarbeiter eingesetzt.

Der Großteil der Grenztruppen wurde an der innerdeutschen Grenze stationiert. Bis zum ersten Juli 1990 wurde hier offiziell kontrolliert und patrouilliert. Ganz offiziell wurden die Grenztruppen der Deutschen Demokratischen Republik im Jahr 1990 aufgelöst. Von den ursprünglich über 40.000 Soldaten waren zu diesem Zeitpunkt nur noch rund 15.000 übrig, die nun auch entlassen wurden. Ein geringer Prozentsatz konnte eine neue Anstellung beim Bundesgrenzschutz finden.

Der konkrete Auftrag der Grenztruppen konnte nach Innen und nach Außen differenziert werden. Die territoriale Integrität der DDR war die wichtigste Aufgabe der Grenztruppen nach außen. Nach Innen war die oberste Priorität das Verhindern von Fluchten aus der Deutschen Demokratischen Republik. Dicht gefolgt von der Vorbeugung folgte schon die Aufklärung von erfolgten Fluchten. Die Offiziere der Grenztruppen wurden in Perleberg und Suhl ausgebildet. Der Hauptsitz der Grenztruppen befand sich bis 1990 südöstlich von Berlin.

Kontrolle in Berlin durch die Grenztruppen

Stete Unterstützung fanden die Grenztruppen bei ihren freiwilligen Helfern. Diese zivilen Helfer standen stets zur Seite, um für Sicherheit und Ordnung in der Öffentlichkeit zu sorgen. Auch die Hauptaufgabe der Helfer war es, mögliche Fluchten zu vereiteln und aufzudecken. Dazu wurden sie mit dem Recht ausgestattet, die Personalien eines jeden Bürgers zu kontrollieren und Fehltritte, oder vermeintliche Fehltritte, direkt zu melden.

Seit dem Jahr 1958 konnten die Grenztruppen auf die Hilfe der zivilen Freiwilligen bauen, die so ihren gesellschaftlichen Beitrag lieferten. Bis zur Wiedervereinigung im Oktober 1990 waren die Helfer tätig. Begonnen wurde mit übersichtlichen 543 Helfern. Wie viele es zu Höchstzeiten waren, ist nur schwer nach zu vollziehen. Es werden bis zu 4000 Helfer angegeben, jedoch fehlen dafür stichhaltige Belege.

Das Ministerium für Staatssicherheit

Ähnlich wie in der Bundesrepublik Deutschland wurden auch in der Deutschen Demokratischen Republik nachrichtendienstliche Organisationen aufgebaut. Allerdings beschränkte sich die DDR anders als im zum Teil föderativ aufgebauten BRD-Nachrichtendienstsystem mit seinen etwa 20 eigenständigen Organisationen auf lediglich zwei Nachrichtendienste.
Auf dem militärischen Gebiet fungierte die dem Ministerium für Nationale Verteidigung (MfNV) angeschlossene Militärische Aufklärung der Nationalen Volksarmee als Nachrichtendienst. Von wesentlich größerer Bedeutung sowohl als Geheimdienst im Inlands- und Auslandsdienst als auch mit polizeilichen und staatsanwaltlichen Ermittlungsaufgaben befasstes Staatsorgan war das Ministerium für Staatssicherheit (MfS). Eine wichtige Aufgabe des MfS war die Überwachung, Erfassung und Manipulation des politischen Meinungsbildes der DDR-Bürger im Sinne von vorgegebenen SED-Parteilinien.

Berlin, Erich Mielke spricht zum Jahrestag des MfS

Das umgangssprachlich auch als „Staatssicherheitsdienst“, „Staatssicherheit“ oder „Stasi“ bezeichnete MfS ging auf Vorläuferorganisationen der unmittelbaren Nachkriegszeit in der sowjetisch besetzen Zone zurück. Für Aufgaben der pro-sowjetischen Propaganda und der Ausforschung des Meinungsbildes in der Bevölkerung hatte die sowjetische Militäradministration 1945 damit begonnen, die Ämter für Information zu bilden, deren Personal zumeist von ehemaligen Spanien-Kämpfern oder Ex-Angehörigen der militärischen Partei-Organisation der KPD gestellt wurde. Kurz nach Gründung der Deutschen Verwaltung des Inneren (DVdI) als zentral organisierte Polizeibehörde (Juli 1946) wurden die Dienststellen der Politischen Polizei als für „sonstige Straftaten“ zuständige Abteilung K5 (Kriminalpolizei 5) im Januar 1947 zusammengefasst. Die K5-Mitarbeiter kamen insbesondere bei der Fahndung nach NS-Tätern sowie bei der Verifizierung von Aussagen vor den Entnazifizierungskommissionen zum Einsatz. Daneben nahmen sie aber auch Abhör- und Überwachungsaufgaben in Fernmeldeverkehr wahr.

Mit der Gründung der DDR 1949 wurde die DVdI zum Ministerium des Innern umorganisiert. Die K5-Abteilung erhielt die verschleiernde Bezeichnung „Hauptverwaltung zum Schutze der Volkswirtschaft“. Ein Jahr später entstand nach entsprechenden Politbüro- und Ministerratsbeschlüssen aus der von Erich Mielke (1907-2000) geleiteten Hauptverwaltung ein eigenes Ministerium: Das MfS. Die formale Rechtsgrundlage bildete das am 8. Februar 1950 in der Volkskammer beschlossene „Gesetz über die Bildung eines Ministeriums für Staatssicherheit“. Erster Minister wurde nicht Erich Mielke, sondern der Polizeifachmann Erich Zaisser (1893-1958). Mielke wurde als Staatssekretär einer von Zaissers Stellvertretern.

Als Reaktion auf das mutmaßliche aufklärerische Versagen des MfS im Vorfeld des Aufstandes vom 17. Juni 1953 verlor es seinen Ministeriums-Rang und wurde als Staatssekretariat für Staatssicherheit (SfS) dem Ministerium des Innern angegliedert. Zaisser wehrte sich. Er warf seinerseits der Partei-Spitze um Walter Ulbricht Versagen vor und forderte mit Rückendeckung des nach Stalins Tod starken Mannes in der Sowjetunion, Lawenti Beria, die Ablösung Ulbrichts. Der Versuch, Ulbricht zu stürzen, misslang, weil Berija von Nikita Chruschtschow, der Ulbricht unterstützte, entmachtet worden war. Zaisser wurde abgesetzt, die Leitung des SfS übernahm Ernst Wollweber (1898-1967). Wegen „Fraktionismus“ musste Wollweber die Leitung des 1955 wieder zum Ministerium aufgestuften MfS 1957 an Mielke abgeben.

Berlin, Namensverleihung Wachregiment Feliks Dzierzynski

Unter Mielke wurde das Schwergewicht der MfS-Tätigkeit insbesondere nach dem „Mauerbau“ (1961) und dem „Prager Frühling“ (1968) auf die Aufspürung und Repression vermeintlicher und tatsächlicher Regime-Gegner gelegt. Die geheimdiensttypischen Aufgaben der Spionage und Spionageabwehr verloren im Vergleich zu den 1950er Jahren an Bedeutung. Die überaus effektiven Spionage- und Spionageabwehr-Experten des MfS zählten dennoch zu den weltbesten Agenten. Westliche Geheimdienste haben es nie geschafft, wichtige Schnittstellen des DDR-Geheimdienstes zu infiltrieren. Andererseits konnte die für den DDR-Auslandsgeheimdienst zuständige Hauptaufteilung Aufklärung zahlreiche ihrer Agenten an wichtigen Positionen im gegnerischen Lager platzieren. Besonders erfolgreich waren der von 1977 bis 1989 in höchsten NATO-Stellen spionierende Agent Rainer Rupp („Topas“) sowie der zum Berater von Bundeskanzler Brandt aufgestiegene MfS-Hauptmann Günter Guillaume.

Die MfS-Mitarbeiter, durchweg SED-Mitglieder beziehungsweise –Kandidaten, verstanden ihre Organisation als „Schild und Schwert der Partei“. Dienstlich bedingte Verstöße gegen Menschenrechte oder gegen DDR-Gesetze erschienen der Mehrheit der MfS-Mitarbeiter in Hinblick auf den Schutz des SED-Staates als opportun. Außerhalb der SED hatte das MfS in de Öffentlichkeit ein schlechtes Image als unangreifbare Spitzel- und Repressionsmaschinerie, die sich in nahezu alle Belange des alltäglichen und privaten Lebens einzumischen schien.

In den 1970er Jahren verlegte sich das MfS unter Rücksichtnahme auf die weltpolitische Großwetterlage und das Bemühen der DDR-Führung um internationale Anerkennung (Unterzeichnung der KSZE-Schlussakte 1973) bei ihrer Tätigkeit vermehrt auf „weiche“ Methoden wie „Zersetzung“ oppositioneller Strukturen durch Einsatz von „inoffiziellen Mitarbeitern“ (IM). Die Anzahl der IM soll 1978 über 200.000 betragen haben.

 Berlin, Namensgebung Richard-Sorge-Straße

Ende 1989 wurde das MfS nach der Wende in der DDR in „Amt für Nationale Sicherheit (AfNS)“ umbenannt. Mielke wurde von seinem Stellvertreter Wolfgang Schwanitz (geb. 1930) abgelöst. Nach massiven Bürgerprotesten wurde das Amt am 13. Januar 1990 aufgelöst.

Dem als militärische Organisation aufgebauten MfS gehörten 1950 2700 hauptamtliche Mitarbeiter an. 1989 waren es über 90.000. Die weitgehenden Aufgaben des MfS, das parlamentarischer und richterlicher Kontrolle entzogen und formal dem Ministerrat, aber faktisch allein dem Politbüro unterstellt war, wurden von der Zentrale in Berlin-Lichtenberg gesteuert. Der Zentrale waren Bezirksverwaltungen in den DDR-Bezirken zugeordnet, denen wiederum Dienststellen auf Kreis- und Gemeindeebene unterstellt waren. Fachlich linear gliederte sich die MfS-Struktur in Hauptabteilungen, Abteilungen, Arbeitsgruppen und Büros. Zu den zahlreichen Spezialgruppen gehörten auch die für die inoffizielle Devisen-Beschaffung im kapitalistischen Ausland zuständige Arbeitsgruppe Bereich Kommerzielle Koordinierung (geleitet von Oberst Alexander Schalck-Golodkowski) und das Büro der Sportvereinigung Dynamo. Ferner gehörten Haftanstalten wie die für ihre Folterpraxis berüchtigte Untersuchungshaftanstalt Berlin-Höhenschönhausen zum MfS. Ebenfalls dem Ministerium für Staatssicherheit unterstand das 11.000 Mann starke Wachregiment Feliks Dzierzynski, das umfangreiche Sicherungsaufgaben erfüllte.

DV 063/0/001 – Sicherstellung mit materiellen Mitteln des Bekleidungs- und Ausrüstungsdienstes unter Garnisionsbedingungen

Einführungsbestimmung zur DV 063/0/001

1. Die Dienstvorschrift 063/0/001 Sicherstellung mit Materiellen Mitteln des Bekleidungs- und Ausrüstungsdienstes unter Garnisionsbedingungen wird erlassen und tritt am 01.03.1985 in Kraft. Gleichzeitig tritt damit das Ausgabejahr 1975 außer Kraft.

2. Die Dienstvorschrift gilt auch für die Grenztruppen der DDR.

3. Der Leiter des B/A – Dienstes im Ministerium für Nationale Verteidigung ist berechtigt, bei Notwendigkeit die Anlagen und Anhänge dieser Dienstvorschrift in eigener Zuständigkeit zu ändern. Die Grundsätze dieser dieser Dienstvorschrift dürfen dadurch nicht berührt werden.

Berlin, den 09.01.1985
Stellvertreter des Ministers und Chef der Rückwärtigen Dienste

Inhaltsverzeichnis

Übersichts- und Einführungsteil

I. Aufgaben des B/A – Dienstes
Allgemeines
Aufgaben der Verantwortliches des B/A – Dienstes
Übergabe und Übernahme von Dienststellungen

II. Planung
Allgemeines
Analytische Tätigkeit
Bedarfsermittlung und Bedarfsplanung
Verteidigung des Bedarfsplanvorschlages
Jahresverteilerplan für Bekleidung und Ausrüstung

III. Zuführung, Übergabe, Übernahme und Transport
Zuführung
Übergabe und Übernahme
Transport

IV. Lagerhaltung und Lagerung

V. Ausstattung und Ergänzung
Bekleidung und Ausrüstung
Allgemeines
Sonderreglungen
Angehörige der NVA
Zivilbeschäftigte
Wäschetausch
Zusatzbekleidung
Zelte und Zeltausrüstungen
Büromaschinen und Büromaterial
Werkstattmaschinen und Instandsetzungsmaterial

VI. Pflege und Instandsetzung
Allgemeines
Instandsetzung

VII. Einstufung, Aussonderung, Weiterverwendung und Abgabe
Einstufung
Aussonderung
Weiterverwendung
Abgabe

Anlagen:
1. Instandsetzungsplanung je Arbeitskraft und Arbeitstag in den B/-Werkstätten
2. Nacharbeitszeitberechnung je Arbeitskraft in den B/A-Werkstätten
3. Materialverbrauchsnormen für die Planung und die Ausgabe in Stoffen und Zutaten zur Einzelanfertigung von Bekleidungsstücken
4. Materialverbrauchsnormen für die Bekleidungs- und die Schuhwerkinstandsetzung
5. Versorgungsnormen für das Waschen und das Reinigen von Bekleidung und Ausrüstung
6. Allgemeine Versorgungsnormen
7. Nomenklatur für die Beschaffung von Büromaterial (Geschäftszimmerbedarf)
8. Verladenormen für materielle mittel

Anhänge:
1. Lagerbestandsnormen
2. Größenordnung für Bekleidung und Ausrüstung
3. Lagerung von materiellen Mitteln

Hin und wieder finden sich bei Auktionsportalen im Internet alte Felddienstuniformen der NVA. Da habe ich nun schon öfters bemerkt, das manche Käufer sich da in der Größe vergreifen. Bei den alten Uniformen der sechziger Jahre fällt die Größe anders aus wie bei den späteren der siebziger oder achtziger Jahre.

Die alten Uniformen, insbesondere die im Flächentarnmuster, wurden noch über der Tuchuniform (z. Bsp. K2) getragen und fallen daher immer in etwa eine Nummer grösser aus. Eine Felddienstuniform im “Einstrich-Keinstrich” von 1965 mit der angegebenen Größe m44 wurde also über der Tuchuniform m44 getragen und würde also am Körper getragen (wie später üblich) etwa einer m52 entsprechen! Uniformjacken in m44 aus dieser Zeit passen Personen mit einer heutigen 52iger Kleidergrösse!

Daher also Augen auf bei den alten Stücken! Uniformen im Flächentarn sind ja noch leicht zu erkennen, aber bei “Einstrich-Keinstrich” wird es schwieriger, da die alten sich nur in Details von den späteren der achtziger unterscheiden. Laien dürfte dies schwerfallen. Hier bin ich gerne bereit zu helfen! Einfach bei mir melden!

Endlich fertig!

Lange hat es gedauert, bis der Shop http://www.nva-uniformen.de fertig war. Ist schon sehr viel Arbeit so einen Shop auf die Beine zu stellen.

Ab heute kann er aber in vollem Umfang genutzt werden. Sie finden dort viele Uniformen der NVA, der Grenztruppen der DDR, der Deutschen Volkspolizei und des Ministeriums für Staatssicherheit.

Gerade die Sammler von DDR-Militaria dürften das Angebot sehr interessant finden. Viele Einzelstücke sind darunter, die so in diesem neuwertigen Zustand nur noch schwer zu bekommen sind.

Bei vielen Angeboten im Internet merkt man, so ist zumindest mein Eindruck, das die Verkäufer nicht wirklich viel Ahnung von dem haben was sie anbieten. Darum gibt es in meinem Uniform Shop auch viele hilfreiche Informationen dazu. So zum Beispiel zum Größensystem der NVA, das sich ja doch ein wenig von heute üblichen unterscheidet.